Dampfschiffe

Das erste funktionsfähige Dampfschiff wurde 1783 gebaut. Dank ihrer Unabhängigkeit vom Wind lösten diese Schiffe mit der Zeit die bis dahin üblichen Segelschiffe ab. Bis zum ersten Weltkrieg wurden die Schiffe mit Holz, Briketts und Kohle, später auch mit Schweröl befeuert. Ihren Höhepunkt hatte die Dampfschifffahrt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Während dieser Epoche begann aber zunehmend die Verbreitung des ökonomischeren Dieselantriebs.  

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Dampfbarkasse BORKUM

Das Vorbild zu diesem Modell versorgte um die Jahrhundertwende die Bevölkerung der Ostfriesischen Inseln mit Post, Gütern und Kleintieren. Gelegentlich wurde es auch für  Personentransporte genutzt.

Das Modell von KRICK im Massstab 1:12 ist 90 cm lang, 33 cm breit und ca. 7.5 kg

schwer. Als Antrieb dient eine oszillierende, doppelt wirkende 2-Zylinder-Dampfmaschine PUFFIN VERTICAL der Firma Cheddar mit 11 mm Bohrung und 11 mm Hub. Der Arbeitsdruck beträgt 2 bar. Als Brennstoff dient Gas.

Der hartgelötete Kessel hat 16 Rauchrohre und enthält ca. 0.25 l Wasser, was eine Laufzeit von ungefähr 30 Minuten ergibt. Das Sicherheitsventil ist auf 3.5 bar eingestellt.  

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Dampfboot >>NATALIE<<

Der Rumpf dieser Dampfbarkasse wurde 1905 durch die Truscott Boat Manufacturing Co. in Michigan/USA gebaut. Die Verbundmaschine kommt von Stuart Turner & Co. in Henley/England. Mit einem Zylinderdurchmesser von 38 und 57 mm und einem Hub von 38 mm leistet sie ca. 1.5 kW (2 PS). Das Original mit einer Länge von 4.9 m und einer Breite von 1.5 m steht heute im Deutschen Museum in München.

 

​Der Nachbau im Massstab 1:6 entstammt einem Baukasten der Rödel Modellbau Technik in Ettringen (heute Mattsies), der seit vielen Jahren nicht mehr im Handel erhältlich ist. Das Modell mit GfK-Rumpf und Mahagonibeplankung hat eine Länge von 81 cm und eine Breite von 24 cm. Es wiegt leer 1.8 kg und betriebsbereit ca. 4.5 kg. Die Regner Dampfmaschine wurde, genauso wie der Kessel, aus Bausatzteilen montiert.

Heckraddampfer SOUTHERN BELLE

Schubschiffe befuhren bereits im 19. Jahrhundert die amerikanischen Flüsse. Schiffe wie die SOUTHERN BELLE (Südliche Schöne) waren damals keine Seltenheit.  Wie alle diese Raddampfer hat auch die Southern Belle einen extrem flachen Rumpf, da die grossen Flüsse, wie der Mississippi, keine tiefen Fahrrinnen hatten.

 

​Das vorbildgetreue Modell wurde in den 90er Jahren durch die Firma Krick vertrieben und ist schon lange nicht mehr erhältlich. Es hat einen ABS Rumpf. Das Heckrad ist aus Holzteilen auf einer Kunststoffnabe aufgebaut. Decks und Aufbauten sind aus Sperrholz. Der Antrieb erfolgt über Elektromotor.

Technische Daten des Modells: L 999 mm, B 280 mm, H über alles 420 mm, Schaufelraddurchmesser 220 mm.

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